
Schweinslungenbraten: Was es ist, Zubereitung & Kerntemperatur
Wer Schweinefilet liebt, hat schon Schweinslungenbraten gegessen – auch wenn der Name anders klingt. Dieses magere, zarte Teilstück aus dem Lendenbereich bringt pro Tier nur 300 bis 450 Gramm auf die Waage und gilt als teuerstes Stück vom Schwein.
Durchschnittsgewicht Schweinslungenbraten: ca. 300–450 g ·
Kerntemperatur bei Garzustand: 62–65 °C ·
Garzeit im Ofen bei 170 °C: ca. 20–30 Minuten ·
Preis pro kg (Frischfleisch): ca. 25–35 € ·
Beliebteste Zubereitungsart: Braten in der Pfanne oder im Ofen
Kurzüberblick
- Wird in deutschsprachigen Quellen häufig auch als Lungenbraten oder Filet bezeichnet (eat.de (Ratgeber Schweinebraten))
- Das magerste und zarteste Stück vom Schwein, nahezu fettfrei (eat.de (Ratgeber Schweinebraten))
- Scharf anbraten, dann im Ofen fertiggaren – bewährte Kombination (Chefkoch (Kochseite))
- Kerntemperatur 62–65 °C für saftig-rosa, 66–70 °C+ für durchgebraten (turbogrill.at (Grillratgeber))
- Ruhezeit nach dem Garen einplanen – z. B. 5–10 Minuten in Alufolie (Vorarlberger Mehl (Rezeptportale))
- Nicht zu lange garen – Thermometer verwenden, Ziel: 62–65 °C (eat.de (Ratgeber Schweinebraten))
- Kurze Garzeiten von 15–25 Minuten im Ofen beobachtet (Chefkoch (Kochseite))
- Einwickeln in Alufolie zum Rasten bewahrt die Säfte und sorgt für Zartheit (Vorarlberger Mehl (Rezeptportale))
- Schweinslungenbraten im Speckmantel bei 180 °C Ober-/Unterhitze (Chefkoch (Rezept))
- Lungenbraten mit Kräutermantel – 20 Minuten im Ofen, 10 Minuten Rasten (kochbar.de (Rezeptseite))
- Österreichische Variante: Backrohr bei 100 °C, 50 Minuten (Kochen mit Diana (Blog))
Fünf Fakten auf einen Blick: Das Filet ist nahezu fettfrei, doch die optimale Kerntemperatur entscheidet über den Genuss.
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Teilstück | Schweinefilet (Musculus psoas major) |
| Magerkeit | Nahezu fettfrei, 2–3 % Fettgehalt |
| Durchschnittsgewicht pro Stück | 300–450 g |
| Optimale Kerntemperatur | 62–65 °C (durchgebraten) / 58–60 °C (rosa) |
| Preiseinschätzung | 25–35 € pro kg (Frischfleisch, Stand 2025) |
Die Tabelle zeigt: Der Preis ist hoch, aber die Garzeit kurz – was den Lungenbraten zur perfekten Wahl für schnelle, edle Gerichte macht.
Was ist Schweinslungenbraten und wie unterscheidet er sich vom Schweinefilet?
Herkunft und Lage des Teilstücks im Schwein
- Der Schweinslungenbraten ist der Musculus psoas major – ein langer, schmaler Muskel, der innen an der Lendenwirbelsäule entlangläuft (eat.de (Ratgeber Schweinebraten)).
- Pro Tier sind nur zwei kleine Stücke mit je 300–450 g vorhanden, was die geringe Verfügbarkeit erklärt.
Die Lage im Körper macht den Muskel nahezu fettfrei und extrem zart, da er kaum bewegt wird.
Fachliche Abgrenzung: Lungenbraten vs. Filet
- In der deutschen Küche werden die Begriffe synonym verwendet: „Schweinslungenbraten“ ist die traditionelle Bezeichnung für das Schweinefilet (eat.de (Ratgeber Schweinebraten)).
- Der Name „Lungenbraten“ hat nichts mit der Lunge zu tun, sondern leitet sich von der Lage „an der Lende“ ab – historisch auch „Lendenbraten“.
Die genaue Herkunft der Bezeichnung ist nicht abschließend belegt, doch die Identität ist klar: Lungenbraten = Filet.
Warum Schweinslungenbraten als teuerstes Teilstück gilt
- Mit Preisen zwischen 25 und 35 € pro kg ist es das teuerste Stück vom Schwein – mehr als doppelt so teuer wie Schweinebauch oder Schulter.
- Der Grund: Pro Tier gibt es nur ca. 300–450 g, und die Nachfrage ist hoch, weil das Fleisch besonders zart und mager ist (Chefkoch (Kochseite)).
Das bedeutet: Wer Lungenbraten kauft, investiert in ein Premiumprodukt – und sollte es entsprechend sorgfältig zubereiten.
Der hohe Preis spiegelt nicht nur die Seltenheit, sondern auch die Qualität wider: Kein anderes Teilstück vom Schwein ist so zart und schnell gar.
Die Implikation: Schweinslungenbraten ist ein Luxusgut, das mit der richtigen Technik sein volles Potenzial entfaltet.
Welche Zubereitungsmethoden für Schweinslungenbraten gibt es?
Scharfes Anbraten in der Pfanne und Fertiggaren im Ofen
- Die bewährteste Methode: Das Fleisch bei hoher Hitze in der Pfanne von allen Seiten scharf anbraten (ca. 2 Minuten pro Seite) (Vorarlberger Mehl (Rezeptportale)).
- Anschließend im vorgeheizten Ofen bei 170–180 °C fertiggaren – je nach Dicke 15–25 Minuten (Chefkoch (Kochseite)).
- Ein österreichisches Rezept gart den Lungenbraten sogar bei nur 100 °C im Backrohr und verlängert die Garzeit auf 50 Minuten (Kochen mit Diana (Blog)).
Die Kombination aus Pfanne und Ofen sorgt für eine knusprige Kruste und einen saftigen Kern – vorausgesetzt, die Kerntemperatur stimmt.
- Fleisch auf Raumtemperatur bringen (ca. 20 Minuten vor dem Garen).
- Mit Küchenpapier trockentupfen und würzen (Salz, Pfeffer).
- In einer heißen Pfanne mit Öl von allen Seiten scharf anbraten (ca. 2 Minuten pro Seite).
- Im vorgeheizten Ofen bei 170 °C Ober-/Unterhitze 20–30 Minuten garen.
- Kerntemperatur messen: 62–65 °C anstreben.
- Nach dem Garen 5–10 Minuten in Alufolie ruhen lassen.
Lungenbraten im Speckmantel: Vorteile und Technik
- Das Einwickeln in Speckscheiben schützt das magere Fleisch vor dem Austrocknen und verleiht ein zusätzliches Raucharoma (Chefkoch (Rezept)).
- Ein Rezept aus dem Speckmantel-Genre brät den Lungenbraten bei 180 °C Ober-/Unterhitze insgesamt 1,5 Stunden und gießt nach etwa 1 Stunde mit Wasser auf (Chefkoch (Rezept)).
Der Speckmantel ist besonders empfehlenswert, wenn Sie das Filet ohne zusätzliche Marinade zubereiten möchten – er hält das Fleisch saftig, auch bei längerer Garzeit.
Garzeit und Kerntemperatur für perfekte Ergebnisse
- Die Kerntemperatur ist der entscheidende Faktor: 62–65 °C für saftig-rosa, 66–70 °C+ für durchgebraten (turbogrill.at (Grillratgeber)).
- Eine Ratgeberseite empfiehlt für Schweinebraten grundsätzlich mindestens 65 °C (eat.de (Ratgeber Schweinebraten)).
- Die Garzeit variiert stark: Von 15 Minuten bei hoher Ofentemperatur bis 50 Minuten bei Niedrigtemperaturgaren (Chefkoch (Kochseite)).
Der beste Rat: Verwenden Sie ein Fleischthermometer. Die Garzeit ist nur ein Richtwert, die Kerntemperatur die Wahrheit.
Ein Thermometer kostet unter 20 € und verhindert, dass das teure Filet zäh wird. Ziel: 62–65 °C im Kern.
Die Konsequenz: Mit einem Thermometer wird aus dem teuren Stück ein garantiert zartes Filet.
Wie wird Schweinefilet besonders zart und saftig?
Vermeiden von zu langer Garzeit – Kerntemperatur im Blick
- Zu langes Garen führt zu trockenem und zähem Fleisch (eat.de (Ratgeber Schweinebraten)).
- Die Garzeit sollte daher kurz sein – bei 170 °C Ofentemperatur reichen oft 20–30 Minuten, abhängig von der Dicke.
- Beobachten Sie die Kerntemperatur: Sobald 62 °C erreicht sind, ist das Fleisch perfekt rosa; bei 65 °C durchgebraten, aber noch saftig.
Das häufigste Problem ist Übergarung – weil Hobbyköche sich an Zeiten orientieren, die auf andere Teilstücke zugeschnitten sind. Hier hilft nur das Thermometer.
Marinaden und Salzlake für extra Zartheit
- Einlegen in eine Salzlake (5 % Salz, 30 Minuten) zersetzt Proteine und macht das Fleisch zarter – eine Methode aus der Lebensmittelchemie, die auch bei Schweinefilet funktioniert.
- Kochbar-Rezepte dokumentieren unterschiedliche Zubereitungen mit Kräutermantel, Speckmantel und Sauce, die ebenfalls zur Zartheit beitragen (kochbar.de (Rezeptseite)).
Eine Marinade mit Milch oder Joghurt wird oft empfohlen, aber wissenschaftlich nicht gesichert. Die Salzlake hingegen ist ein bewährter Trick.
Ruhezeit nach dem Garen einhalten
- Nach dem Garen sollte das Filet 5–10 Minuten ruhen, am besten in Alufolie gewickelt, damit sich die Säfte im Inneren verteilen (Vorarlberger Mehl (Rezeptportale)).
- Ein Rezept von Hoedl Wels lässt das Fleisch nach dem Anbraten bei 180 °C etwa 20 Minuten fertig braten und ruhen (Walter kocht (Rezeptplattform)).
Die Ruhezeit ist nicht optional – sie macht den Unterschied zwischen einem saftigen und einem trockenen Filet aus.
Welche Rezepte und Variationen sind für Schweinslungenbraten besonders beliebt?
Schweinslungenbraten in Pfeffersauce
- Ein klassisches Rezept ist Schweinslungenbraten in Pfeffersauce – fertig in ca. 60 Minuten.
- Viele Rezepte kombinieren das Anbraten mit einer Sauce aus Sahne, Pfeffer und etwas Cognac (kochbar.de (Rezeptseite)).
Die Pfeffersauce ist ein Klassiker, der das zarte Fleisch perfekt ergänzt – aber Vorsicht: Die Sauce sollte nicht zu lange kochen, sonst wird sie bitter.
Lungenbraten mit Kräuterkruste und Ofengemüse
- Ein Kräutermantel aus Rosmarin, Thymian und Knoblauch wird auf das angebratene Filet gedrückt, dann im Ofen bei 180 °C etwa 20 Minuten gebacken und 10 Minuten gerastet (kochbar.de (Rezeptseite)).
- Das Ofengemüse (Karotten, Zucchini, Paprika) wird gleichzeitig mitgegart und auf demselben Blech serviert.
Diese Variante ist nicht nur aromatisch, sondern auch praktisch: Alles aus einer Hand.
Klassischer Schweinslungenbraten im Backrohr
- Ein österreichisches Rezept empfiehlt Backrohr auf 100 °C, scharfes Anbraten und anschließend 50 Minuten Backen (K