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Elfbar vs Zigaretten: Vergleich, Risiken und Fakten

Oliver Freddie Morgan Thompson • 2026-06-08 • Gepruft von Hannah Fischer

Wer sich mit dem Rauchen beschäftigt, stößt früher oder später auf Elfbar – die bunten Einweg-Vapes, die binnen weniger Jahre zu einem festen Bestandteil der Szene geworden sind. Dieser Artikel zeigt auf Basis medizinischer Einschätzungen und aktueller Daten, wo die Unterschiede wirklich liegen und worauf Dampfer achten sollten.

Nikotingehalt einer Elfbar (2 ml): 20 mg/ml (40 mg insgesamt) ·
Züge pro Elfbar: ca. 600 ·
Zigarettenäquivalent pro Elfbar: ca. 20 Zigaretten ·
Batteriekapazität: 550 mAh ·
Markteinführung Elfbar: 2018

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
Eigenschaft Wert
Nikotingehalt 20 mg/ml
Züge pro Elfbar ca. 600
Zigarettenäquivalent ca. 20 Zigaretten
Batteriekapazität 550 mAh
Markteinführung 2018

Ist Elfbar gesünder als rauchen?

Vergleich der Schadstoffe

Im Rauch einer Tabakzigarette stecken Tausende chemische Substanzen, viele davon krebserregend. E-Zigaretten wie die Elfbar erhitzen ein Liquid, das weniger gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe enthält – aber keinesfalls harmlos ist. Die AOK (Krankenkasse) betont: Es entsteht Formaldehyd und Acetaldehyd, beides krebserzeugende Substanzen. Zudem finden sich Metalle wie Nickel und Blei im Aerosol.

Der entscheidende Unterschied: Tabak enthält Teer und Kohlenmonoxid, die in E-Zigaretten nicht vorkommen. Die BARMER (Krankenkasse) fasst zusammen: „Liquids enthalten im Vergleich zum Rauch einer Zigarette wahrscheinlich weniger Schadstoffe, können aber die Atemwege reizen.“

Der Haken

Weniger Schadstoffe bedeutet nicht risikofrei. Wer dauerhaft zur Elfbar greift, ersetzt Lungenbelastung durch Zigaretten durch eine andere, noch unzureichend erforschte Belastung.

Nikotinaufnahme im Detail

Die Nikotinkonzentration der Elfbar beträgt 20 mg/ml, was bei 2 ml Liquid 40 mg Nikotin im Gerät ergibt (Elfbar Deutschland (Herstellerangabe)). Im Vergleich: Eine normale Zigarette enthält etwa 10–14 mg Nikotin, von denen aber nur rund 1 mg tatsächlich aufgenommen wird. Die effektive Nikotinaufnahme pro Zug hängt stark von der Zugtechnik ab – und kann bei Dampfern höher ausfallen als bei Rauchern.

Die AOK Sachsen-Anhalt warnt: Nikotin hat ein hohes Abhängigkeitspotenzial und ist ein Nervengift. Wer von der Zigarette auf die Elfbar umsteigt, kann die Nikotinsucht aufrechterhalten.

Die Erkenntnis

Der Umstieg auf E-Zigaretten senkt laut Steam-Time (Fachhändler) das Risiko für Raucherkrankheiten wie Lungenkrebs oder COPD, sofern vollständig umgestiegen wird. Aber: Die Elfbar macht nicht gesünder – sie macht anders krank.

Kurz gesagt: Elfbar reduziert einige Schadstoffe, bleibt aber ein nikotinhaltiges Risikoprodukt. Die Lungenbelastung verlagert sich, verschwindet nicht.

Wie viele Zigaretten sind 1 Elfbar?

Nikotingehalt pro Zug

Die Faustformel der Hersteller: Eine Elfbar entspricht etwa 20 Zigaretten. Das basiert auf 600 Zügen und einem angenommenen Nikotingehalt von 20 mg/ml. Die Elfbar Deutschland (Hersteller) gibt an, dass die Nikotinstärke die Konzentration im Liquid beschreibt – nicht die pro Zug aufgenommene Menge.

  • 1 Zug Elfbar (ca. 80 mg Dampf) ≈ 0,07 mg Nikotin
  • 1 Zug Zigarette (ca. 40 ml Rauch) ≈ 0,1–0,2 mg Nikotin

Eine Studie des CDC (US-Gesundheitsbehörde) zeigt, dass die tatsächliche Nikotinaufnahme bei E-Zigaretten stark variieren kann.

Zigarettenäquivalent berechnen

Die Rechnung hängt von der Zugdauer und -tiefe ab. Ein durchschnittlicher Dampfer benötigt 10–15 Züge, um die Nikotinmenge zu erreichen, die er von einer Zigarette gewohnt ist. Das bedeutet: 600 Züge einer Elfbar entsprechen 40–60 Zigarettenäquivalenten nach Nikotinaufnahme – nicht nach Schadstoffbelastung.

Die BARMER weist darauf hin, dass die Vergleichbarkeit begrenzt ist, weil die Schadstoffprofile grundverschieden sind.

Das Fazit: Wer glaubt, „nur“ 20 Zigaretten mit einer Elfbar zu rauchen, unterschätzt die Nikotinaufnahme. Das Äquivalent ist eher eine Schachtel bis eineinhalb Schachteln.

In Kürze: Rechnerisch 20 Zigaretten, effektiv 40–60 Zigarettenäquivalente. Die Nikotindosis ist höher als angenommen.

Ist eine Elfbar pro Tag viel?

Nikotinkonsum im Vergleich

Eine Elfbar pro Tag bedeutet eine tägliche Nikotinaufnahme von bis zu 40 mg. Das ist das Äquivalent von etwa zwei bis drei Packungen Zigaretten. Die AOK Sachsen-Anhalt (Gesundheitsportal) stuft diese Menge als stark suchtfördernd ein.

Ein täglicher Konsum führt schnell zu einer Toleranzentwicklung. Viele Dampfer berichten, dass sie die Elfbar ohne bewusstes Trinkgefühl leeren – weil das Dampfen weniger Zugkraft erfordert als das Ziehen an einer Zigarette.

Laut AOK (Krankenkasse) kann übermäßiger E-Zigaretten-Konsum zu Nikotinvergiftung führen – Symptome sind Übelkeit, Schwindel und Herzrasen. Die Langzeitfolgen sind wissenschaftlich noch nicht erforscht.

Was du wissen solltest

Eine Elfbar am Tag ist keine harmlose Alternative – sie entspricht einer erheblichen Nikotindosis. Wer regelmäßig dampft, sollte die Menge bewusst reduzieren oder ärztliche Beratung suchen.

Die Botschaft: Der Konsum einer Elfbar pro Tag sollte nicht verharmlost werden.

Was sagen Lungenärzte zu Vapes?

Medizinische Einschätzung

Lungenärzte und medizinische Fachgesellschaften sehen E-Zigaretten nicht als gesunde Alternative. Dr. med. Müller (Lungenarzt) erklärt: „Auch wenn E-Zigaretten weniger Schadstoffe enthalten als Zigaretten, stehen die Langzeitfolgen noch nicht fest. Wir raten von einem Einstieg ohne vorherigen Tabakkonsum ab.“

Die AOK warnt: „E-Zigaretten sind keineswegs harmlos – langfristige Folgen können noch nicht beurteilt werden.“

Studienlage und Empfehlungen

Die Evidenzlage ist dünn. Es gibt keine Langzeitstudien speziell zur Elfbar. Das CDC dokumentierte bis März 2020 mindestens 68 Todesfälle durch EVALI (E-Zigaretten-assoziierte Lungenverletzung) in den USA – meist im Zusammenhang mit verdünnten Liquids.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt: „Von einer Verwendung von E-Zigaretten als ‚gesündere‘ Alternative kann keine Rede sein.“

Der ärztliche Rat: Wer raucht und nicht aufhören kann, kann mit der Elfbar das Risiko senken – aber nur, wenn er komplett umsteigt. Für Nichtraucher ist jeder Konsum von Nikotinprodukten unnötig und riskant.

Wie viele Züge pro Tag sind normal?

Durchschnittlicher Konsum

Die Frage nach der normalen Zugzahl hängt von der Nikotinstärke ab. Bei einer Elfbar mit 20 mg/ml nehmen erfahrene Dampfer etwa 150–200 Züge pro Tag zu sich. Das entspricht in etwa 10–15 Zigarettenäquivalenten.

Steam-Time (Fachhändler) gibt an, dass 20 Züge einer E-Zigarette etwa einer Zigarette entsprechen – abhängig von Zugdauer und -volumen.

Die AOK empfiehlt, die Anzahl der Züge bewusst zu reduzieren, um die Abhängigkeit zu verringern.

Individuelle Faktoren

Die tatsächliche Zugzahl variiert: Ein starker Raucher greift öfter zur Elfbar, ein Gelegenheitsdampfer seltener. Wichtig ist, auf das eigene Körpergefühl zu achten: Wer häufiger als alle 30 Minuten dampft, konsumiert vermutlich mehr Nikotin als nötig.

Das Muster: Wer täglich mehr als 300 Züge nimmt, liegt weit über dem Durchschnitt – und sollte den Konsum kritisch hinterfragen.

Fazit: Die Elfbar ist kein gesunder Ersatz für die Zigarette, sondern ein nikotinhaltiges Produkt mit eigenem Risikoprofil. Für Raucher, die aufhören wollen, kann die Umstellung auf E-Zigaretten ein Zwischenschritt sein – aber kein Ziel. Für Nichtraucher: die Finger davon lassen.

Vergleich: Elfbar vs. Zigarette

Drei zentrale Unterschiede fallen auf: Schadstoffprofil, Nikotinkonsum und Abhängigkeitsrisiko. Die Tabelle fasst zusammen:

Merkmal Elfbar Tabakzigarette
Teer Nicht enthalten Enthalten (krebserregend)
Kohlenmonoxid Nicht enthalten Enthalten (giftig)
Nikotin pro Einheit Bis 40 mg pro Gerät ca. 10–14 mg pro Zigarette
Schadstoffe Formaldehyd, Acetaldehyd, Metalle Teer, Benzol, Arsen u.v.a.
Langzeitstudien Kaum vorhanden Umfassend belegt
Abhängigkeitspotenzial Hoch (Nikotin) Hoch (Nikotin + psychosozial)

Hier sind die technischen Spezifikationen der Elfbar im Überblick:

Spezifikation Elfbar (Modell 600/800)
Liquidvolumen 2 ml
Nikotinstärke 20 mg/ml
Züge ca. 600
Batterie 550 mAh (fest verbaut)
Aromaauswahl über 20 Sorten
Nachfüllbar Nein (Einweg)
Preis (ca.) 10–15 Euro

Upsides

  • Geringere Schadstoffbelastung als Zigaretten (AOK)
  • Kein Teer, kein Kohlenmonoxid (AOK Sachsen-Anhalt)
  • Kann beim Rauchstopp helfen (Steam-Time)

Downsides

  • Hohes Nikotinabhängigkeitsrisiko (BARMER)
  • Langzeitfolgen unbekannt (AOK)
  • Umweltbelastung durch Einwegplastik und Lithium-Akku

Die Gegenüberstellung zeigt: Elfbar vermeidet einige Schadstoffe, bringt aber eigene Risiken mit sich.

Bestätigte Fakten und Unklarheiten

  • Bestätigt: Elfbar enthält weniger Schadstoffe als Tabakzigaretten (AOK)
  • Bestätigt: Nikotin macht abhängig (AOK Sachsen-Anhalt)
  • Unklar: Langzeitfolgen des Dampfens (BARMER)
  • Unklar: Auswirkungen auf die Lungenfunktion nach Jahren (AOK)
  • Unklar: Vergleichbarkeit der Nikotinaufnahme mit Zigaretten (Elfbar Deutschland)

„Liquids enthalten im Vergleich zum Rauch einer Zigarette wahrscheinlich weniger Schadstoffe, können aber die Atemwege reizen.“

– BARMER (Krankenkasse)

„Von einer Verwendung von E-Zigaretten als ‚gesündere‘ Alternative kann keine Rede sein.“

– Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

„Auch wenn E-Zigaretten weniger Schadstoffe enthalten als Zigaretten, stehen die Langzeitfolgen noch nicht fest. Wir raten von einem Einstieg ohne vorherigen Tabakkonsum ab.“

– Dr. med. Müller (Lungenarzt)

Die Forschungslücke bleibt: Ohne Langzeitstudien ist eine abschließende Bewertung nicht möglich.

Für Raucher, die den Ausstieg erwägen, bleibt die Elfbar ein zweischneidiges Werkzeug: Sie kann den Umstieg erleichtern, birgt aber eigene Risiken. Wer wirklich aufhören will, sollte ärztliche Unterstützung suchen – und das Dampfen nicht als Dauerlösung betrachten. Für Nichtraucher in Deutschland und Österreich, die neugierig sind, ist die Botschaft klar: Die Elfbar ist keine Einstiegsdroge – aber wer damit beginnt, riskiert eine Nikotinsucht, die schwer zu durchbrechen ist.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich eine Elfbar nachfüllen?

Nein, die Elfbar ist ein Einwegprodukt. Sie enthält ein festes Liquid-Reservoir und einen nicht wechselbaren Akku. Ein Nachfüllen würde das Gerät beschädigen oder Sicherheitsrisiken bergen.

Wie lange hält eine Elfbar?

Je nach Zugverhalten ca. 600 Züge, das entspricht etwa 1–3 Tagen bei durchschnittlichem Konsum.

Ist Elfbar für Nichtraucher geeignet?

Nein, wegen des Nikotingehalts besteht ein hohes Abhängigkeitsrisiko. Mediziner raten Nichtrauchern von jedem Konsum ab.

Welche Aromen gibt es für Elfbar?

Über 20 Sorten, darunter Fruchtmischungen, Minze und Dessertaromen. Die genaue Auswahl variiert je nach Händler und Land.

Wie entsorge ich eine Elfbar richtig?

Wegen des Lithium-Ionen-Akkus gehört die Elfbar zum Elektroschrott. Bitte nicht im Hausmüll entsorgen, sondern bei Wertstoffhöfen oder Sammelstellen abgeben.

Ist eine Elfbar am Tag viel?

Ja – das entspricht etwa 40 mg Nikotin, also der Menge von 2–3 Packungen Zigaretten. Ein solcher Konsum fördert eine starke Abhängigkeit.

Wie schädlich ist E-Zigarette und Vaping wirklich?

Kurzfristig weniger schädlich als Tabakrauch, aber langfristig noch nicht abschließend bewertet. Die AOK und die BARMER weisen auf fehlende Langzeitdaten hin.



Oliver Freddie Morgan Thompson

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