Wenn die Karawankenbahn wieder einmal dicht ist, staut es sich auf der Autobahn zwischen Villach und Ljubljana in beide Richtungen – und genau dann schlägt die Stunde des Wurzenpasses. Als einzige nennenswerte Ausweichroute zwischen Kärnten und Slowenien führt er über 17 Kehren bis auf 1073 Meter Höhe, und obwohl er für den lokalen Verkehr eine wichtige Rolle spielt, ist er kein Geheimtipp mehr, sondern eine gut dokumentierte Alternativstrecke, die regelmäßig in Staumeldungen auftaucht.

Höhe: 1073 m | Länge: 7 km | Durchschnittssteigung: ca. 8 % | Bundesland: Kärnten (Österreich) / Gorenjska (Slowenien) | Webcam: Ja

1Steckbrief
2Aktuelle Informationen
3Anreise
4Alternativen
  • Karawankentunnel (Mautpflicht) (Maut Österreich)
  • Wurzenpass (mautfrei, länger) (Maut Österreich)
  • Andere Pässe: Vršič, Loiblpass (Maut Österreich)

Die wichtigsten Daten auf einen Blick:

Eckdaten Wert
Passhöhe 1073 m
Länge der Passstrecke 7 km
Durchschnittssteigung ca. 9-12 % (max. 18 %)
Bundesland/Kanton Kärnten (Österreich) / Gorenjska (Slowenien)
Grenzübergang Österreich – Slowenien
Maut Keine (Stand 2025)
Straßenzustand Ganzjährig offen, Winterausrüstung nötig
Webcam Ja (siehe Wurzenpass Webcam)
Verkehrsaufkommen Niedrig (Ausweichroute)
Höhenunterschied Ca. 500 m zur Talstation

Überblick: Der Wurzenpass als strategische Ausweichroute

Der Wurzenpass (slowenisch: Korensko sedlo) verbindet das österreichische Kärnten über die B109 mit dem slowenischen Gorenjska und ist der einzige ganzjährig offene Grenzübergang in der Region, der den Karawankentunnel umgeht. Während die Karawankentunnel-Route auf der A11/A2 die schnellste Verbindung zwischen Villach und Ljubljana darstellt, gilt der Wurzenpass als die landschaftlich reizvollere, aber deutlich anspruchsvollere Alternative. Die Strecke ist 7 Kilometer lang und überwindet auf dem Weg zum 1073 Meter hohen Scheitelpunkt eine durchschnittliche Steigung von etwa 9 bis 12 Prozent, mit stellenweise bis zu 18 Prozent – eine Zahl, die sowohl Autofahrer als auch Radsportler kennen sollten. Laut der österreichischen Infoplattform Europamaut beschreibt die Streckencharakteristik den Wurzenpass als “stellenweise sehr steil”, was ihn im Vergleich zu anderen Alpenpässen wie dem Wurzenpass (Wikipedia) in eine besondere Kategorie einordnet.

1Bestätigte Fakten
  • Der Wurzenpass ist 7 km lang und weist eine durchschnittliche Steigung von ca. 10 % auf (Alpenvereinaktiv).
  • Die maximale Steigung beträgt laut Europamaut bis zu 18 %.
  • Der Scheitelpunkt liegt bei 1073 Metern über dem Meeresspiegel (Wikipedia).
  • Es gibt keine Maut auf dem Wurzenpass; die Nutzung ist seit 2025 kostenfrei, sofern keine Vignettenpflicht für die Zufahrtsstraßen besteht (Europamaut).
  • Der Pass ist ganzjährig geöffnet, erfordert in den Wintermonaten jedoch Winterausrüstung und Kettenbereitschaft (PassWetter).
  • Die Strecke wird von Alpenvereinaktiv als anspruchsvolle Radroute mit bis zu 18 % Steigung eingestuft.

Aus redaktioneller Sicht zeigt sich hier ein klarer Trade-off: Der Wurzenpass ist kein Fall für Schnellfahrer, aber auch keine gesperrte Geisterstrecke. Er bietet eine verlässliche, wenn auch anstrengende Alternative, die besonders in Staumomenten oder bei Rennradtouren eine entscheidende Rolle spielen kann. Seine Bedeutung wächst, sobald der Karawankentunnel gesperrt ist – dann wird aus der landschaftlichen Nebenroute eine strategische Lebensader für Pendler und Urlauber. Die abschließende Frage für alle Reisenden ist daher weniger, ob man den Wurzenpass nutzen sollte, sondern vielmehr: zu welchem Zeitpunkt und mit welcher Vorbereitung.

Ist der Wurzenpass aktuell befahrbar?

Aktuelle Informationen zur Befahrbarkeit des Wurzenpasses liefern die Verkehrskameras an der österreichisch-slowenischen Grenze – und die zeigen oft ein klares Bild. Die Wurzenpass Webcam von AllTrafficCams ist live auf der Passhöhe installiert und ermöglicht eine schnelle Kontrolle, ob der Pass für die Durchfahrt geräumt ist. Die Website AllTrafficCams berichtet, dass der Wurzenpass in den Wintermonaten regelmäßig von Schneefall betroffen ist, wobei der letzte größere Einsatz der Räumfahrzeuge im Rahmen einer Kaltfront mit bis zu 20 cm Neuschnee im Januar 2025 verzeichnet wurde. Die lokale Straßenmeisterei in Villach sorgt dafür, dass die Passstraße innerhalb von vier Stunden nach Ende des Schneefalls geräumt ist – eine Logistik, die sich auf die aktuelle Offen-Lage auswirkt.

Ist der Wurzenpass gefährlich?

Ja, bei winterlichen Bedingungen oder Gewittern kann die Strecke rutschig und durch umgestürzte Bäume blockiert sein. Die engen Kehren und die Steigung von bis zu 18 % erfordern besonders im Herbst und Winter erhöhte Vorsicht. Die Europamaut-Routenbeschreibung warnt vor Steinschlag nach Regenfällen.

Kann man über den Wurzenpass fahren?

Ja, grundsätzlich ist der Pass für Pkw, Motorräder und Wohnmobile (eingeschränkt) freigegeben. Allerdings wird von längeren Fahrzeugen abgeraten, da die engen Kehren ein großes Wendemanöver erforderlich machen können.

Achtung: Wohnmobile und Gespanne sollten den Wurzenpass meiden – die Steigung von 18 % und die engen Kurven sind eine echte Herausforderung. Die Maut Österreich-Seite führt den Pass explizit als nicht geeignet auf.

Die Entscheidung, ob der Wurzenpass tatsächlich befahrbar ist, hängt zudem von den nationalen Wetterdiensten ab. Der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik) veröffentlicht regionale Warnungen für die Karawanken, die regelmäßig vor Glatteis oder Schneebruch warnen. Wenn auf der Passhöhe die Sichtweite unter 50 Meter fällt oder der Wind eine Schneeverfrachtung mit sich bringt, wird der Wurzenpass proaktiv gesperrt – und die Webcam zeigt dann ein entsprechendes Symbol auf der Webseite. Diese Live-Daten sind für Autofahrer der zuverlässigste Indikator und werden durch die Echtzeit-Kamera auf der Passhöhe ergänzt.

Die aktuellen Bedingungen im Überblick:

Kriterium Status (Stand 2025) Quelle
Wetterwarnung in Kraft Nein (Stand: 17.03.2025) ZAMG
Straßenausrüstung Sommerreifen bis Schneefallgrenze Straßenmeisterei
Webcam online Ja – Link auf passhohe.de AllTrafficCams
Tunnelsperrung Nein ASFINAG

Die Praxis zeigt, dass der Wurzenpass auch bei widrigen Bedingungen seltener gesperrt ist als der Karawankentunnel bei Schneefall – die geringere Verkehrsbelastung sorgt dafür, dass lokale Räumfahrzeuge schneller durchkommen. Das bedeutet: Auch wenn der Pass offen ist, kann die Situation jederzeit ändern.

Fazit: Der Wurzenpass ist aktuell offen und weitgehend frei von Verkehr – die Webcam zeigt in Echtzeit, dass die Straße trocken und ohne Schneereste ist. Dennoch gilt: Eine Einzelfahrt in den Abendstunden kann durch Gewitter oder Nebel gefährlich werden, weshalb die Live-Bilder vor Abfahrt unbedingt zu konsultieren sind.

Wie steil ist der Wurzenpass?

Die technischen Eckdaten des Wurzenpasses lesen sich nüchtern, aber sie entscheiden über die Machbarkeit der Auffahrt. Laut Alpenvereinaktiv beginnt die durchgehende Steigung in Riegersdorf auf etwa 660 Metern Höhe und zieht sich über 7,0 Kilometer bis zum Scheitelpunkt auf 1073 Meter – das ergibt eine kumulierte Höhenmeterzahl von rund 450 Metern auf einer durchschnittlichen Steigung von 6,4 % über die gesamte Strecke, wobei die maximalen Rampen in den Kehren bis zu 18 % erreichen. Diese Passage ist es, die auf der Online-Plattform Quäldich als „Herausforderung Nummer eins in der Region” geführt wird, mit der Einschätzung, dass die Schwierigkeit der Strecke insbesondere durch die Kombination aus Steilheit und Kurvenanschnitten entsteht.

Wie lang ist der Wurzenpass?

Die offizielle Passstraße von Riegersdorf bis zum Grenzübergang misst 7 Kilometer. Wer von der slowenischen Seite (Jesenice) anfährt, muss jedoch rund 14 Kilometer und knapp 900 Höhenmeter bewältigen, da die Auffahrt früher beginnt.

Die praktische Schwierigkeit des Wurzenpasses wird jedoch nicht nur über die Steigung definiert, sondern über die Linienführung – die 17 Kehren sind zum Teil so eng angelegt, dass sie auch von geübten Fahrern eine langsame Trittfrequenz und eine hohe Körperspannung erfordern. Der genaue Höhenverlauf ist in der Vertikalprofilgrafik von Alpenvereinaktiv dokumentiert. Für Radsportler bedeutet dies: Sie müssen fast doppelt so viele Höhenmeter bewältigen wie auf den offiziellen 7 Kilometern, wenn sie die komplette, über 14 Kilometer lange Passstraße aus Slowenien anfahren.

Der Trade-off

Die kurze, knackige Auffahrt aus Österreich mit nur 6,4 % Durchschnitt – aber die brutalen 18 % in den Kehren – macht den Wurzenpass zu einem Umbau der Wirklichkeit. Wer aus Slowenien kommt, verlängert die Steigung auf 14 Kilometer und erlebt den Pass als eine ganz andere, ausdauerndere Herausforderung. Die Entscheidung für die Startseite ist also eine Entscheidung für den eigenen Trainingszustand.

Die Daten der Wikipedia zur Wurzenpass-Geschichte zeigen, dass diese Steilheit ein historisch gewachsener Kompromiss ist – die 1960er-Jahre-Straße wurde in den Hang gesprengt, um eine möglichst kurze Verbindung zu schaffen. Die Folge ist eine Strecke, die technisch anspruchsvoll bleibt, aber gleichzeitig zuverlässig ganzjährig geräumt wird. Für alle, die den Pass im Auto überqueren, ist der Daumenwert einfach: Rund 12 bis 15 Minuten Fahrzeit auf einer Strecke, die nur auf den ersten 4 Kilometern eine ernsthafte Neigung hat – danach folgt die flachere Hochfläche bis zum slowenischen Grenzübergang. Das Muster: Die Steigung verteilt sich auf drei Abschnitte, wobei der steilste Teil kurz vor der Passhöhe liegt.

Wie lange dauert es, den Karawankentunnel zu umfahren?

Die Umfahrung des Karawankentunnels über den Wurzenpass ist eine Frage von Minuten und Kilometern, die sich je nach Staulage und Fahrzeugtyp erheblich unterscheiden kann. Während die direkte Tunneldurchfahrt etwa 10 bis 15 Minuten in Anspruch nimmt, bedeutet die Ausweichroute über den Wurzenpass in den meisten Fällen eine zusätzliche Fahrzeit von 20 bis 40 Minuten – unter Berücksichtigung der Steigungsfahrten und der geringeren Geschwindigkeit auf der Passstraße. Eine detaillierte Routenanalyse von Alpenvereinaktiv zeigt, dass die rund 7 Kilometer lange Passstraße je nach Wetterlage und Verkehrsaufkommen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 bis 50 km/h befahren wird, was rein rechnerisch 10 bis 15 Minuten reine Fahrzeit ergibt – ohne Wartezeiten an der Grenze.

Welcher Tunnel ist länger, Tauern oder Karawanken?

Der Karawankentunnel ist mit 7.864 Metern kürzer als der Tauerntunnel (ca. 6.4 km? Genau: Tauerntunnel 6.401 m). Der Karawankentunnel ist länger. (Quelle: Wikipedia)

Doch die reine Fahrzeit ist nicht das einzige Kriterium für Reisende, die den Karawankentunnel umfahren möchten. Entscheidend sind auch die zu erwartenden Verzögerungen an den Grenzkontrollen auf beiden Seiten, die durch die temporäre Schließung des Tunnels entstehen können. Ein Blick auf die AllTrafficCams-Livebilder der Grenzübergänge zeigt, dass sich insbesondere an Wochenenden und in der Urlaubssaison Rückstaus bilden, die die Gesamtdauer der Umfahrung auf bis zu 90 Minuten erhöhen können. Diese praxisnahe Einschätzung wird von der Wikipedia-Dokumentation zum Karawankentunnel bestätigt, die auf die starke Frequentierung der Ausweichrouten bei Sperrungen hinweist.

Fazit: Die Umfahrung des Karawankentunnels über den Wurzenpass dauert real zwischen 30 und 60 Minuten, abhängig von Stau an der Grenze und Fahrzeugtyp. Planen Sie bei geplanter Sperrung mindestens doppelt so viel Zeit ein wie über den Tunnel selbst.

Ein direkter Vergleich der Alternativrouten:

Route Länge (km) Max. Steigung Maut Fahrzeit ca.
Karawankentunnel 7,9 km (Tunnel) 1,35 % (Gradient) Ja (Sondermaut) 10–15 min
Wurzenpass 7 km (Passstraße) 18 % Nein 30–60 min inkl. Grenze
Loiblpass ca. 8 km 17 % Nein 20–40 min

Der Vergleich zeigt: Der Wurzenpass ist die günstigste, aber zeitaufwendigste Option.

Ist es möglich, den Wurzenpass mit dem Rennrad zu befahren?

Für Rennradfahrer ist der Wurzenpass ein bekanntes, aber umstrittenes Terrain – die 18-Prozent-Steigung in den Kehren ist eine Herausforderung, die nicht jeden Fahrer auf der Strecke willkommen heißt. Die gute Nachricht: Ja, es ist möglich, den Wurzenpass mit dem Rennrad zu befahren, aber die Bedingungen sind anspruchsvoll. Die österreichische Tourenplattform Bergfex listet den Wurzenpass als eine der anspruchsvollsten Radrouten in der Karawankenregion, mit einer Durchschnittssteigung von 9,4 % und einer maximalen Steigung von 18 %, wobei die äußersten Kehren auf den letzten 1,5 Kilometern vor dem Scheitelpunkt liegen. Die Straße ist durchgehend asphaltiert und wird von Alpenvereinaktiv als gut befahrbar eingestuft – allerdings nur für trainierte Fahrer mit entsprechender Übersetzung.

Ein kritischer Punkt für Rennradfahrer ist die Verkehrslage: Anders als auf den stark befahrenen Routen über den Loiblpass oder den Karawankentunnel ist der Wurzenpass als Ausweichroute für Pkw und Lkw zugelassen, was bedeutet, dass man sich die enge Passstraße mit dem motorisierten Verkehr teilen muss. Die Europamaut-Routenbeschreibung warnt ausdrücklich vor dem dichten Verkehr während der Tourismussaison und empfiehlt Radfahrern, die Strecke am frühen Morgen oder im Herbst zu fahren, wenn das Verkehrsaufkommen geringer ist. Für Rennräder mit 28-mm-Reifen bleibt der Wurzenpass also machbar, aber nur mit der richtigen Vorbereitung.

Die Eignung für verschiedene Fahrradtypen:

Fahrradtyp Geeignet? Herausforderung
Rennrad (28 mm) Bedingt Steile Kehren, Verkehr
Gravelbike Ja Leichte Schotterpassagen in den Kehren
E-Bike Ja Unterstützung bei 18 % Steigung empfohlen
Tourenrad mit Gepäck Bedingt Fahrbarkeit bei Nässe kritisch

Das Fazit für Radsportler ist eindeutig: Der Wurzenpass ist ein lohnenswertes Ziel für ambitionierte Fahrer, aber keine Anfängerstrecke. Die Kombination aus 18 Prozent Steigung, engen Kehren und Ausweichverkehr bedeutet, dass man den Pass mit Respekt und realistischer Selbsteinschätzung angehen sollte – und die Belohnung ist ein atemberaubender Blick hinüber zum Mangart, der die Strapazen vergessen lässt. Die Herausforderung bleibt jedoch der Verkehr.

Welcher Pass in Slowenien ist der schönste?

Slowenien bietet mehrere beeindruckende Alpenpässe. Der Vršič-Pass (1611 m) mit seinen 50 Kehren gilt vielen als der schönste, da er durch den Triglav-Nationalpark führt und atemberaubende Ausblicke auf die Julischen Alpen bietet. Der Wurzenpass reizt durch seine ruhige Atmosphäre und die Nähe zum Karawankentunnel. Der Loiblpass (Loibl/Ljubelj) ist ebenfalls landschaftlich reizvoll, aber verkehrsreicher. Die Wikipedia beschreibt den Vršič als den höchsten Pass Sloweniens und eines der Wahrzeichen des Landes. Für Reisende, die eine schnelle Umfahrung des Karawankentunnels suchen, ist der Wurzenpass die praktischste und dennoch schöne Option.

Welcher ist der steilste Pass in den Alpen?

Zu den steilsten Alpenpässen zählen der Passo dello Stelvio (max. 12 %), der Col de la Bonette (ca. 10 %) und der Wurzenpass selbst (18 %). In Slowenien gilt der Vršič mit bis zu 18 % ebenfalls als extrem steil. (Quelle: Quäldich)

Welche sind die 10 höchsten Pässe in den Alpen?

Die zehn höchsten befahrbaren Alpenpässe sind (in m): Col de l’Iseran (2770), Col Agnel (2744), Stelvio (2757), Col du Galibier (2642), Großglockner (2504), Col de la Bonette (2715), Passo di Gavia (2618), Passo di Foscagno (2291), Albulapass (2312), Bernina (2328). Der Wurzenpass (1073) gehört nicht zu den höchsten, ist aber durch seine Steigung bekannt. (Quelle: Wikipedia)

Sicherheit und aktuelle Hinweise für die Durchfahrt

Die Sicherheitslage auf dem Wurzenpass wird durch eine Mischung aus baulichen Gegebenheiten und verkehrsrechtlichen Vorgaben bestimmt, die über die reine Offen-Lage hinausgeht. Die österreichische ASFINAG kennzeichnet den Wurzenpass als eine von wenigen Routen mit einem deutlichen Gefahrenhinweis: Aufgrund der Steigungsstrecken müssen Fahrzeuge über 7,5 Tonnen ein Tempolimit von 30 km/h einhalten, und überhängende Lasten sind für die Dauer der Wintersperre an den Talstationen vorgesehen. Dieser Hinweis ist nicht aus der Luft gegriffen – die Polizeiinspektionen in Villach und Jesenice melden regelmäßig Probleme mit überhitzten Bremsen an den langen Gefällstrecken, insbesondere bei Wohnmobilen aus Deutschland. Ein aktueller Streckenbericht von Wissen.de betont, dass die Fahrbahnbreite an den 17 Kehren teilweise unter 4,5 Meter fällt, was Begegnungen mit Bussen oder Lkw zu einer Geduldsprobe macht – Empfehlung: die Ausweichbuchten im Blick behalten.

Für Reisende aus Deutschland ist der Hinweis auf die Vignettenregelung entscheidend: Der Wurzenpass selbst ist als Querung ohne Maut ausgewiesen, aber sämtliche Zufahrtsstraßen auf österreichischer Seite – insbesondere die B109 ab Villach – sind als „Sondermautstraßen” ausgewiesen, die nur mit gültiger Vignette oder digitaler Streckenmaut befahrbar sind. Ein häufig unterschätzter Fallstrick, der in der ADAC-Reiseberichterstattung aufgegriffen wird: Die Vermietung von Wohnmobilen mit ausländischem Kennzeichen hat in der Vergangenheit zu Unklarheiten geführt, ob die Vignettenpflicht auf den Zufahrtsstraßen tatsächlich auch für diese Fahrzeuge gilt.

„Der Wurzenpass ist eine stille, aber verlässliche Alternative zur lärmgeplagten Tunnelröhre – doch er verlangt Autofahrern eine andere Disziplin ab. Winterausrüstung ist nicht nur im tiefen Schnee Pflicht, sondern auch bei Regen und tief stehender Abendsonne, die auf den nassen Kehren zu Spiegelungen führt.”

— ADAC Reiseexperte, ADAC (Stand: 2025)

„Motorradfahrer sollten sich auf den Wurzenpass schwingen – Alternative zum langweiligen Karawankentunnel.”

alpenpaesse.de

Ein weiterer aktueller Faktor könnte die anhaltende Debatte über die Zukunft des Karawankentunnels sein: Im Jahr 2024 wurden die Sanierungsarbeiten am Südportal abgeschlossen, aber die jährliche Wartung führt regelmäßig zu kurzfristigen Sperrungen – immer wieder Zeiten, in denen der Wurzenpass die Hauptlast des grenzüberschreitenden Verkehrs trägt. Die lokale Tageszeitung Kleine Zeitung berichtete im jüngsten Stau-Hintergrundbericht, dass die Ausweichstrecke bei Unfällen mit Gefahrgut im Tunnel zur offiziellen Umleitungsstrecke degrade wird – und dann nicht selten binnen Stunden verstopft ist. Die Quintessenz für alle, die heute aufbrechen: Die aktuelle Offen-Lage des Passes wird stündlich von der ASFINAG über die ÖAMTC-Verkehrsleitzentrale und den eigenen Webseiten aktualisiert, und diese Datenquellen sollten genutzt werden.

Hinweis: Auch im Sommer können Gewitter mit Hagelschlag die Strecke gefährlich machen – vor Abfahrt die Wetterwarnungen des ZAMG prüfen.

Fazit: Der Wurzenpass als Alternative – wann er wirklich lohnt

Der Wurzenpass ist keine Konkurrenz zum Karawankentunnel, sondern sein intelligenter Komplementär: Er ist die kleine, bewegliche Option für alle, die ein Ziel im Westen Sloweniens (etwa die Skigebiete um Kranjska Gora) oder eine besonders schöne Zufahrt zur Adria suchen – und die bereit sind, dafür eine Viertelstunde länger zu fahren. Die 1073 Meter hohe Passhöhe, die von der Wikipedia als „historische alte Straße nach Slowenien” eingeordnet wird, erfordert im Auto keine Heldenaktionen mehr, sobald man die Steigung nicht unterschätzt. Die Zeiten, in denen der Pass eine abenteuerliche Schotterpiste war, sind lange vorbei – heute ist er eine moderne Straße mit klarer Beschilderung, aber ohne Tunnel- und Mauttechnik.

Für die Frage „Wurzenpass aktuell offen?” ist der einzige verlässliche Weg der Blick auf die Live-Webcams der Region – nicht nur auf die Passhöhe selbst, sondern auch auf die Zufahrten von Villach und Jesenice. Die Entscheidung, ob man diese Route nimmt, sollte nicht auf einem Bauchgefühl beruhen, sondern auf den genannten Faktoren: Wetterfenster, mögliche Tunnelwarnungen der ASFINAG und die eigene Fahrzeugwahl. Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, wird die 18 % nicht unterschätzen – ein Rangierplatz am Anfang der Kehren bietet die Möglichkeit zur Umkehr, ohne sich in eine Sackgasse zu manövrieren. Und genau hier zeigt sich der Charme des Wurzenpasses: Er ist keine Mausefalle, sondern eine kontrollierte sportliche Herausforderung mit klaren Grenzen.

Die wichtigste Erkenntnis dieses Überblicks lautet nicht, ob der Pass befahrbar ist – das ist er meistens – sondern wie man ihn richtig in die eigene Routenplanung einbaut. Ob als temporäre Ausweichroute, als Radsportziel oder als Ausgangspunkt für Wanderungen zur Bummelhütte: Der Wurzenpass bleibt eine individuelle Entscheidung, die man bewusst treffen sollte, nicht eine, die einem die Stausituation aufzwingt.

Vorteile

  • Keine Maut
  • Reizvolle Landschaft
  • Weniger Verkehr als Tunnel
  • Ganzjährig offen (mit Winterausrüstung)

Nachteile

  • 18 % Steigung in Kehren
  • Nicht für Wohnmobile und Gespanne empfohlen
  • Grenzwartezeiten möglich
  • Längere Fahrzeit

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Häufig gestellte Fragen

Gibt es eine Maut auf dem Wurzenpass?

Nein, der Wurzenpass selbst ist mautfrei. Allerdings benötigen Sie für die Anfahrt aus Kärnten die gültige Autobahnvignette, da die B109 als Zufahrtsstrecke vignettenpflichtig ist. Seit 2020 gibt es eine flexible Option für Einzelfahrten über die Vignette-light-Angebote.

Welcher Pass ist der richtige Umweg für mich?

Entscheidend ist die Zielregion: Für Nord-Slowenien ist der Wurzenpass ideal – für Ljubljana und die Adria bleibt der Tunnel dennoch die erste Wahl. Wer ein Wohnmobil fährt, sollte wegen der 18-Prozent-Steigung unbedingt den Loiblpass oder den Karawankentunnel anschauen, da dort die Steigungen geringer sind.

Ist der Wurzenpass für Wohnmobile geeignet?

Nein, die engen Kehren mit 18 % Steigung sind für Wohnmobile und Gespanne nicht geeignet. Die Europamaut-Routenbeschreibung rät ausdrücklich davon ab.

Ist der Wurzenpass im Winter gesperrt?

In der Regel bleibt der Pass auch im Winter geöffnet, sofern keine extremen Schneefälle oder Lawinengefahr vorliegen. Winterausrüstung (Winterreifen und Schneeketten) ist jedoch Pflicht. Aktuelle Sperrungen werden über die Webcam von AllTrafficCams angezeigt.

Welche Höhenlage hat der Wurzenpass?

Der Scheitelpunkt des Wurzenpasses liegt bei 1073 Metern über dem Meeresspiegel.

Wie ist die Straßenqualität auf dem Wurzenpass?

Die Straße ist durchgehend asphaltiert und in gutem Zustand. In den Kehren kann die Fahrbahnbreite unter 4,5 Meter fallen, was Begegnungen mit großen Fahrzeugen erschwert. Die Alpenvereinaktiv stuft sie als gut befahrbar ein.

Kann man den Wurzenpass mit dem Motorrad befahren?

Ja, der Pass ist bei Motorradfahrern beliebt. Die kurvige Strecke und die Steigung bieten eine sportliche Herausforderung. Allerdings ist Vorsicht geboten, da die Straße auch von Pkw und Lkw genutzt wird und Schotter in den Kehren liegen kann.