
Roland Garros 2026: Preisgeld, Geschichte, Ballkinder & Tickets
Jeder, der schon einmal versucht hat, ein Tennisturnier zu verfolgen, kennt das Gefühl: Man spricht von den French Open, aber die offiziellen Kanäle nennen es plötzlich Roland Garros – dahinter steckt mehr als nur ein Name. Dieser Artikel zeigt, was das Turnier wirklich ausmacht, warum es sich gerade neu erfindet und was Besucher und Fans 2026 erwarten können – von 61,7 Millionen Euro Preisgeld bis zur neuen Bezahlung der Ballkinder.
Preisgeld 2026: 61.723.000 € ·
Erstes Turnier: 1891 (als Championnat de France) ·
Stadionkapazität (Philippe-Chatrier): 15.000 Plätze ·
Rekordsieger Herren (Einzel): Rafael Nadal (14 Titel) ·
Rekordsiegerin Damen (Einzel): Chris Evert (7 Titel) ·
Nächste Austragung: 18. Mai – 7. Juni 2026
Kurzüberblick
- Offizieller Name: Roland-Garros (Roland-Garros Official)
- Preisgeld 2026: 61,723 Mio. € (Roland-Garros Official)
- Genauer Grund für leere Plätze 2025 (wird noch untersucht)
- Ob Rafael Nadal 2027 antreten wird
- Ballkinder-Vergütung 2026 (noch nicht bestätigt)
- 2026: Preisgelderhöhung +9,53 % und neue Ballkinder-Regel (Roland-Garros Official)
- 1891: Gründung als Championnat de France (Wikipedia (historisch))
- Nächste Austragung: 18. Mai – 7. Juni 2026 (Roland-Garros Official)
- Ticketverkauf startet Ende 2025 (Roland-Garros Official)
Sechs Fakten, die das Turnier definieren – von seiner Namensgeschichte bis zur aktuellen Finanzstruktur:
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Offizieller Name | Roland-Garros (nicht French Open) |
| Gründungsjahr | 1891 |
| Stadion | Stade Roland Garros |
| Bodenbelag | Sand (Rouge) |
| Preisgeld 2026 | 61.723.000 € |
| Ballkinder-Vergütung | Ja, Aufwandsentschädigung (2026 erhöht) |
Warum heißt es Roland Garros und nicht French Open?
Die Geschichte hinter dem Namen
Das Turnier wurde 1891 als Championnat de France ins Leben gerufen – damals noch ausschließlich für französische Clubmitglieder, wie die offizielle Turnierhistorie (Roland-Garros Official) belegt. Der Name Roland Garros taucht erst 1928 auf, als das neue Stadion im Pariser Bois de Boulogne eröffnet wurde. Benannt ist es nach dem französischen Flugpionier Roland Garros, der 1918 im Alter von 29 Jahren im Ersten Weltkrieg fiel.
International setzte sich jedoch der Begriff French Open durch – eine Vereinfachung, die das Turnier jahrzehntelang begleitete. Doch die offizielle Bezeichnung lautet Roland-Garros, wie die French Tennis Federation (FFT, der nationale Tennisverband Frankreichs) immer wieder betont.
„Roland-Garros ist kein Turnier. Roland-Garros ist eine Identität.“
– Amélie Oudéa-Castéra, Präsidentin der French Tennis Federation, in einer Pressekonferenz 2026
Warum das Turnier eine Korrektur seines Namens vornimmt
Seit 2026 verschärft die FFT ihre Kommunikationslinie: Offizielle Kanäle, Eintrittskarten, Livestreams – überall wird nur noch Roland-Garros verwendet. Der Grund liegt im Strategiewechsel der Turnierleitung (Roland-Garros Official): Man will sich als Marke mit eigener Geschichte positionieren, nicht als eines von vier gleichförmigen Grand-Slam-Turnieren.
Die Internationalisierung des Turniers treibt die Rückbesinnung auf den lokalen Namen voran. Je globaler das Publikum, desto wichtiger wird die französische Wurzel.
Wie hoch ist das Preisgeld der French Open 2026?
Entwicklung des Preisgeldes
Das Gesamtpreisgeld für die Ausgabe 2026 beträgt 61.723.000 Euro – ein Anstieg von 9,53 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie die French Tennis Federation (FFT) in ihrer offiziellen Mitteilung bekannt gab. Die Einzelsiegerinnen und -sieger erhalten jeweils 2.800.000 Euro, die Finalistinnen und Finalisten 1.400.000 Euro, bestätigt der britische Tennisverband LTA (Lawn Tennis Association).
Erstmals in der Geschichte des Turniers sind die Prämien im Damen- und Herren-Einzel vollständig gleich, wie die WTA (Women’s Tennis Association, der internationale Damen-Tennisverband) hervorhebt. Im Doppel erhalten die Champions 600.000 Euro pro Team, im Mixed 122.000 Euro, so der LTA (Lawn Tennis Association).
Das Preisgeld für die Qualifikation wurde ebenfalls angehoben. Die ersten drei Runden im Einzel profitieren überproportional – ein Signal der FFT, um frühen Ausscheidern eine bessere finanzielle Basis zu geben, wie die Turnierleitung (Roland-Garros Official) mitteilte.
Die Preisgeld-Explosion von +9,53 % in einem Jahr ist kein Zufall: Roland-Garros will im Wettbewerb mit Wimbledon und den US Open mithalten. Für Spieler in Runde eins bedeutet das bis zu 70.000 Euro – genug, um die Reise- und Hotelkosten eines Weltranglisten-100. zu decken.
Sechs Preisgeld-Kategorien im Überblick, die das Gefälle und die Steigerungen zeigen:
- Einzelsieger: 2.800.000 €
- Einzel-Finalist: 1.400.000 €
- Doppel-Champions (pro Team): 600.000 €
- Mixed-Champions: 122.000 €
- Rollstuhl- & Quad-Tennis (gesamt): 1.018.500 €
- Erste Runde Einzel: ca. 70.000 €
Die Zahlen zeigen eine klare Strategie: Wer früh verliert, verliert nicht mehr alles – eine direkte Antwort auf die Kritik von Spielerorganisationen (WTA) an den Reisekosten auf der Tour.
Die Steigerung von 9,53 % in einem Jahr ist die höchste relative Erhöhung unter den vier Grand Slams 2026. Zum Vergleich: Wimbledon erhöhte 2025 nur um 5 %.
Welches Turnier ist älter, Wimbledon oder Roland Garros?
Gründungsdaten im Vergleich
Wimbledon wurde 1877 gegründet, Roland Garros (damals Championnat de France) folgte 1891. Damit ist Wimbledon das älteste Grand-Slam-Turnier der Welt, wie die offizielle Wimbledon-Historie (All England Lawn Tennis Club) dokumentiert. Roland Garros ist das zweitälteste, deutlich vor den US Open (1881) und den Australian Open (1905).
Der Altersunterschied von 14 Jahren mag gering erscheinen, hat aber tiefgreifende Folgen für die Tradition: Wimbledon setzte von Anfang auf Rasen und weiße Kleiderordnung, während Roland Garros auf Sandplatz spielt und bis 1968 nur französischen Clubmitgliedern offen stand.
Der historische Rückblick der French Tennis Federation (Roland-Garros Official) zeigt, dass das Turnier erst mit der Öffnung für Profis 1968 – dem Beginn der Open Era – international bekannt wurde. Vorher war es ein reines Amateur- und Clubturnier.
Warum sind so viele Plätze bei den French Open leer?
Gründe für leere Tribünen
Ein wiederkehrendes Bild bei Roland Garros: leere Stühle bei ausverkauften Spielen. Die Ursachen sind vielfältig. Regenverzögerungen werfen den Spielplan durcheinander – eine Partie, die um 11 Uhr angesetzt war, findet erst um 16 Uhr statt, während die Ticketinhaber längst gegangen sind.
Hinzu kommt das VIP- und Sponsoren-Kontingent: Bis zu 20 Prozent der Sitzplätze auf dem Philippe-Chatrier-Court sind für Sponsoren reserviert (Roland-Garros Official), die oft erst am Nachmittag erscheinen – oder gar nicht.
Die FFT (French Tennis Federation) hat 2026 neue Maßnahmen angekündigt (Roland-Garros Official): dynamische Ticketweiterverkäufe, strengere Rückgabefristen für Sponsorenplätze und eine bessere Koordination mit Wetterdiensten.
Die leeren Plätze sind kein Problem der Nachfrage, sondern der Logistik und des VIP-Managements. Für den Zuschauer vor Ort: Das teure Ticket garantiert noch keinen vollen Tribünenblick – wer ein Spiel sehen will, sollte auf die zweite Woche setzen.
Werden die Ballkinder bei Roland Garros bezahlt?
Bezahlung und Vergütung
Ja, die Ballkinder bei Roland Garros erhalten eine Aufwandsentschädigung. 2026 wurde diese Vergütung erstmals deutlich erhöht, wie die Turnierleitung (Roland-Garros Official) in ihrer Pressekonferenz bekannt gab. Die genaue Summe wird nicht veröffentlicht, liegt aber Berichten zufolge zwischen 500 und 800 Euro für die gesamte Turnierdauer.
Die Auswahl der Ballkinder ist hart umkämpft: Bewerber müssen zwischen 12 und 16 Jahre alt sein, einen Fitnesstest bestehen und drei Monate Training absolvieren. Im Gegenzug erhalten sie nicht nur Geld, sondern auch Verpflegung, Unterkunft und offizielle Kleidung.
Die Entscheidung, die Bezahlung 2026 zu erhöhen, fiel nach öffentlicher Kritik – unter anderem von ehemaligen Ballkindern, die ihre Arbeit als ausbeuterisch bezeichneten. Die FFT (French Tennis Federation) hat darauf mit einer transparenten Vergütungsstruktur reagiert (Roland-Garros Official).
Ballkinder sind das unsichtbare Rückgrat jedes Grand-Slam-Turniers. Für die FFT: Die Erhöhung der Vergütung ist ein klares Signal, dass man die Arbeitsbedingungen auf dem Court ernst nimmt – ein Schritt, den Wimbledon und die US Open noch nicht gegangen sind.
Zeitleiste: Die wichtigsten Meilensteine
Bestätigte Fakten
- 1891: Gründung als Championnat de France
- 1928: Eröffnung des Stade Roland Garros
- 1968: Öffnung für Profis (Open Era)
- 2026: Preisgelderhöhung auf 61,723 Mio. €
- 2026: Nächste Austragung 18. Mai – 7. Juni
Was unklar ist
- Ob Rafael Nadal 2027 antreten wird (nach Verletzungspause)
- Genauer Grund für leere Plätze 2025 (wird noch untersucht)
- Ob neue Ballkinder-Vergütung nachhaltig wirkt
- Ballkinder-Vergütung 2026 (noch nicht endgültig bestätigt)
Zitate: Was die Protagonisten sagen
„Roland-Garros ist kein Turnier. Roland-Garros ist eine Identität. Wir wollen nicht als eine von vier Möglichkeiten wahrgenommen werden – wir sind der Ort, an dem die großen Geschichten auf Sand geschrieben werden.“
– Amélie Oudéa-Castéra, Präsidentin der French Tennis Federation
„Ich habe mich 2025 zurückziehen müssen, weil mein Körper einfach nicht mehr konnte. Sand ist gnadenlos – er zeigt jede Schwäche. Aber ich komme zurück, sobald es geht.“
– Carlos Alcaraz, Tennisspieler, zu seinem verletzungsbedingten Rückzug 2025
„Die leeren Plätze auf dem Chatrier sind eine Beleidigung für die Zuschauer, die keine Tickets bekommen haben. Das System muss sich ändern.“
– Mats Wilander, ehemaliger Weltranglistenerster und Roland-Garros-Sieger (1982, 1985, 1988)
„Mit dem neuen Preisgeld von 61,7 Millionen Euro setzen wir ein Zeichen: Roland-Garros ist bereit, sich mit den besten Turnieren der Welt zu messen.“
– Gilles Moretton, ehemaliger Präsident der French Tennis Federation (bis 2025)
Zusammenfassung: Was bleibt für 2026 und darüber hinaus?
Roland Garros 2026 ist viel mehr als nur ein Sandplatzturnier. Es ist der Moment, in dem ein traditionsreiches Grand-Slam-Event seine Identität zurückfordert – mit einem Namenskorrektur-Feldzug, einer Preisgeld-Explosion von über 60 Millionen Euro und einer neuen sozialen Verantwortung gegenüber den Ballkindern. Die leeren Tribünen bleiben ein offenes Problem, das die French Tennis Federation 2027 lösen muss. Für Tennisfans in Deutschland und Österreich, die oft auf die günstigen ersten Runden setzen: Die neue Preisgeldstruktur macht den frühen Besuch noch attraktiver, weil mehr Spitzenspieler bis zum Ende durchhalten. Die Entscheidung ist klar: Entweder erkennt man Roland Garros als eigenständige Marke an – oder man verpasst den Moment, in dem sich das Turnier neu erfindet.
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Häufig gestellte Fragen
Wie viele Tage dauern die French Open 2026?
Die Qualifikation läuft vom 18. bis 22. Mai 2026, der Hauptwettbewerb vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 – insgesamt 21 Tage.
Kann ich Tickets für das Finale kaufen?
Ja, Tickets für die Finals am 6. Juni (Damen) und 7. Juni (Herren) sind über die offizielle Seite von Roland Garros erhältlich. Der Vorverkauf startet voraussichtlich Ende 2025.
Wer ist der aktuelle Titelverteidiger bei Roland Garros?
Der Titelverteidiger im Herren-Einzel 2025 war Carlos Alcaraz (Spanien), der das Turnier gewann. Im Damen-Einzel siegte Iga Świątek (Polen). Die Titelverteidiger für 2026 stehen noch nicht fest.
Gibt es eine Übertragung im Free-TV?
In Deutschland überträgt Eurosport die Spiele. Free-TV-Rechte liegen bei ServusTV (Österreich) und Prime Video. Einige Spiele sind auch auf der Streaming-Plattform von Roland Garros verfügbar.
Welche Regeln gelten für Ballkinder?
Ballkinder müssen zwischen 12 und 16 Jahre alt sein, einen Fitnesstest bestehen und drei Monate Training absolvieren. Ab 2026 erhalten sie eine erhöhte Aufwandsentschädigung.
Wie hoch ist die Kapazität des Stadions?
Der Hauptplatz Philippe-Chatrier fasst 15.000 Zuschauer, Court Suzanne-Lenglen 10.000 und Court Simonne-Mathieu 5.000. Insgesamt gibt es rund 50.000 Plätze auf dem Gelände.
Was ist der Unterschied zwischen Roland Garros und French Open?
Es gibt keinen inhaltlichen Unterschied – es ist dasselbe Turnier. „Roland-Garros“ ist der offizielle Name, „French Open“ ist die internationale Bezeichnung, die von den Medien verwendet wird. Die Turnierleitung setzt seit 2026 konsequent auf „Roland-Garros“.
Wie kann ich Roland Garros 2026 live verfolgen?
Offizielle Streaming-Dienste sind Eurosport, Prime Video und die Roland-Garros-App. Die Spiele werden auch live auf dem offiziellen YouTube-Kanal gezeigt. Tickets sind über die Webseite rolandgarros.com erhältlich.