Wer schon einmal durch die österreichische Küche gestreift ist, kennt sie vielleicht: kleine Teigtaschen gefüllt mit süßem Pflaumenmus – Powidltascherl. Wie das Kochmagazin LECKER (etablierte Rezeptredaktion) beschreibt, verbinden sie die Tradition der böhmischen mit der österreichischen Mehlspeisenküche. Dieser Artikel zeigt, wie man sie selbst zubereitet und wo man sie kaufen kann.

Herkunft: Österreich und Böhmen · Teig: Erdäpfelteig oder Topfenteig · Füllung: Powidl (Pflaumenmus)

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht

Fünf zentrale Fakten auf einen Blick:

Eigenschaft Wert
Name Powidltascherl
Herkunft Österreich und Böhmen
Hauptzutaten Kartoffeln, Mehl, Powidl
Teigart Erdäpfelteig oder Topfenteig
Übliche Beilage Zimt, Zucker, Butterbrösel

Was sind Powidltascherl?

Definition und Herkunft

  • Süße gefüllte Teigtaschen, Spezialität der österreichischen und böhmischen Küche (Wikipedia (freie Enzyklopädie))
  • Hauptfüllung ist Powidl – ein eingekochtes Pflaumenmus (Servus (österreichisches Kochportal))
  • Der Teig besteht meist aus Kartoffeln oder Topfen (Quark) (LECKER (etablierte Rezeptredaktion))

Die Bezeichnung variiert regional: Powidltascherl, Powidltatschkerln oder Powidldatschgerl – gemeint ist stets dasselbe Gericht.

Unterschied zu anderen Teigtaschen

Fazit: Powidltascherl sind eine eigenständige Kategorie der österreichisch-böhmischen Mehlspeisen – weder Knödel noch Nudel, sondern eine eigene Tradition.

Wie bereitet man Powidltascherl zu?

Zutaten für Powidltascherl

Schritt-für-Schritt-Anleitung

  1. Kartoffeln kochen, schälen und durch die Presse drücken – abkühlen lassen.
  2. Mehl, Grieß, Butter, Ei und Salz zu einem geschmeidigen Teig kneten. Bei Topfenteig den Topfen direkt mit Mehl und Ei vermengen.
  3. Teig auf einer bemehlten Fläche etwa 3 mm dick ausrollen (Servus (österreichisches Kochportal)).
  4. Kreise ausstechen: LECKER (etablierte Rezeptredaktion) empfiehlt 9 cm Durchmesser, Servus 6 cm.
  5. In die Mitte jedes Kreises einen Klecks Powidl setzen. Wer möchte, gibt einen Schuss Rum oder Zimt dazu.
  6. Teigränder mit Eiklar bestreichen (Veronikas Hofküche (österreichischer Foodblog)), zusammenklappen und mit einer Gabel festdrücken (LECKER (etablierte Rezeptredaktion)).
  7. In leicht siedendem Wasser 6–8 Minuten (LECKER (etablierte Rezeptredaktion)) bis 8 Minuten (Servus (österreichisches Kochportal)) ziehen lassen – nicht sprudelnd kochen.
  8. In Butter geröstete Semmelbrösel vorbereiten. Die fertigen Tascherl darin wälzen und mit Zimt-Zucker bestreuen.
Der Kniff

Wer den Teig nicht zu dick ausrollt und die Tascherl nur ziehen lässt, erhält eine weiche, elastische Hülle – das Markenzeichen gelungener Powidltascherl.

Die Garzeit variiert je nach Teig: Erdäpfelteig benötigt eher 8 Minuten, Topfenteig etwas weniger. Einfach einen Tascherl probieren – er sollte auf der Oberfläche schwimmen und sich fest anfühlen.

Wo kann man Powidltascherl kaufen?

Fertige Powidltascherl im Handel

  • Iglo bietet tiefgekühlte Powidltascherl an (erhältlich in vielen Supermärkten)
  • SPAR führt frische Powidltascherl in der Feinkostabteilung (nach Angaben von LECKER (etablierte Rezeptredaktion))
  • Original Böhmische Powidltascherl sind in spezialisierten Feinkostläden und online erhältlich

Online-Bezugsquellen

  • Delikatessen-Versandhäuser führen häufig tiefgekühlte oder vakuumierte Ware
  • Regionale Online-Shops aus Österreich und Tschechien bieten handgemachte Varianten
Worauf achten

Fertigprodukte enthalten oft Konservierungsstoffe – wer den authentischen Geschmack sucht, greift zu frischen oder handwerklich hergestellten Tascherln.

Bestätigte Fakten und offene Fragen

Bestätigte Fakten

  • Traditionell mit Powidl gefüllt (Wikipedia (freie Enzyklopädie))
  • Es gibt Erdäpfel- und Topfenteig-Varianten (Servus (österreichisches Kochportal))

Was unklar ist

  • Ob die ersten Powidltascherl in Österreich oder Böhmen entstanden (Wikipedia (freie Enzyklopädie))
  • Genaue historische Ursprünge sind nicht dokumentiert

Stimmen zur Tradition

„Powidltascherln sind eine Spezialität der österreichischen und böhmischen Küche.“

– Wikipedia (freie Enzyklopädie)

„Böhmische Powidl-Tascherln werden aus Kartoffelteig hergestellt und mit Pflaumenmus gefüllt.“

– LECKER (etablierte Rezeptredaktion)

„Powidltatschkerln sind eine typische österreichische Mehlspeise.“

– Servus (österreichisches Kochportal)

Ähnlich traditionell und variantenreich ist das Topfennockerl Rezept, bei dem die fluffigen Teigtaschen mit Bröseln serviert werden.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange sind Powidltascherl haltbar?

Frisch zubereitet halten sie sich im Kühlschrank 2–3 Tage. Gekochte Tascherl sollten Sie innerhalb eines Tages verzehren.

Kann man Powidltascherl einfrieren?

Ja – am besten vor dem Kochen roh einfrieren. Die gefrorenen Tascherl können Sie direkt ins siedende Wasser geben, die Garzeit verlängert sich um 2–3 Minuten.

Sind Powidltascherl vegan?

Die klassischen Rezepte enthalten Butter, Eier und manchmal Topfen. Vegane Varianten mit Margarine und pflanzlichem Ei-Ersatz sind jedoch möglich.

Was ist der Unterschied zwischen Topfenteig und Kartoffelteig?

Topfenteig ist leichter und etwas fester, Kartoffelteig weicher und dehnbarer. Beide ergeben einen feinen Geschmack.

Welche Beilagen passen zu Powidltascherl?

Traditionell werden sie mit gerösteten Butterbröseln, Zimt-Zucker und manchmal mit Schlagobers serviert. Auch Apfelmus oder Vanillesauce harmonieren gut.

Gibt es glutenfreie Powidltascherl?

Ja, mit glutenfreiem Mehl und Kartoffelstärke. Der Teig wird etwas brüchiger, lässt sich aber gut verarbeiten.

Wie viele Kalorien hat ein Powidltascherl?

Ein mittelgroßes Tascherl (mit Butterbröseln) hat etwa 120–150 kcal – je nach Teig und Füllung.

Für Hobbybäcker in Österreich und Deutschland gilt: Wer die Mühe scheut, findet im Kühlregal oder in der Tiefkühltruhe von SPAR und Iglo Fertigprodukte. Der authentische Geschmack stellt sich aber erst mit selbst gemachtem Teig und gutem Powidl ein – die Wahl liegt bei jedem Genießer.

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