
Prag Sehenswürdigkeiten: Highlights, Fallen & echter 3-Tage-Plan
Kaum eine Stadt in Europa wird so oft auf Social-Media-Listen gesetzt wie Prag – und kaum eine enttäuscht so schnell, wenn man nur den Massen hinterherläuft. Wer sich vorab klarmacht, welche Sehenswürdigkeiten ihr Geld wirklich wert sind, in welchem Viertel man die besten Abende verbringt und wo die berühmten Fallen lauern, findet die goldene Mitte zwischen Postkartenidylle und authentischem Prag – sortiert mit konkreten Preisen, echten Stadtteil-Vergleichen und einem realistischen 3-Tage-Plan.
Einwohner: ca. 1,33 Mio. ·
Prager Burg: ca. 70.000 m² – größte geschlossene Burganlage der Welt ·
Karlsbrücke: Grundsteinlegung 1357 ·
Astronomische Uhr: in Betrieb seit 1410 ·
UNESCO-Welterbe: seit 1992
Kurzüberblick
- Karlsbrücke (prag-aktuell.cz – Reiseführer zu Prags Kernroute)
- Astronomische Uhr, in Betrieb seit 1410 (prag-aktuell.cz – Beschreibung des Orloj)
- UNESCO-Welterbe seit 1992 (Love Czechia – Stadtinfo)
- Historisches Zentrum als Gesamtkunstwerk (Love Czechia – UNESCO-Kontext)
- Gründungsdatum der Prager Burg nicht eindeutig belegt (prag-aktuell.cz – Burganlagen-Komplex)
- Bierpreise schwanken je nach Lage stark (Love Czechia – Preisübersicht)
- Trdelnik-Herkunft umstritten (Reisezeit Online – Touristenfallen in Prag)
- Prager Burg als größte Burganlage: Definition variiert (Guinness World Records)
- Morgens: Karlsbrücke vor dem Andrang (Reisezeit Online – Zeitempfehlung)
- Vormittag: Prager Burg und Hradschin (prag-besuchen.de – Routenvorschlag)
- Nachmittag: Jüdisches Viertel oder Vyšehrad (Reisezeit Online – Nachmittagsoptionen)
- Abend: Bier in Vinohrady oder Žižkov (Love Czechia – Abendgestaltung)
- Wechselstuben mit Tricks vermeiden (Reisezeit Online)
- Taschendiebe an der Karlsbrücke (Reisezeit Online – Sicherheitstipps)
- Doppelte Speisekarten erkennen (prag-besuchen.de – Touristenfallen-Liste)
- Taxis per App buchen statt auf der Straße (prag-besuchen.de – Taxi-Alternativen)
Die wichtigsten Kennzahlen zu Prag im Überblick:
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Stadt | Prag (Praha), Hauptstadt von Tschechien |
| Einwohner | ca. 1,33 Millionen |
| Größte Burganlage | Prager Burg, ca. 70.000 m² |
| Bekannteste Brücke | Karlsbrücke, erbaut ab 1357 |
| UNESCO-Welterbe | Historisches Zentrum, seit 1992 |
| Währung | Tschechische Krone (CZK) |
Was muss man in Prag gesehen haben?
Karlsbrücke
Die Karlsbrücke verbindet die Altstadt mit der Kleinseite über die Moldau und wurde 1357 von Karl IV. grundgelegt. Sie ist die älteste erhaltene Brücke der Stadt und gehört zu den am stärksten frequentierten Fußgängerzonen Prags (prag-aktuell.cz – Reiseführer zu Prags Kernroute). 30 barocke Heiligenfiguren säumen den Weg – wer früh aufsteht, erlebt die Brücke fast menschenleer.
Morgens um 7 Uhr steht man fast allein auf der Brücke – und sieht die Altstadtlichter im Sonnenaufgang. Das ist der Prag-Moment, den kein Foto einfängt.
Prager Burg und Hradschin
Die Prager Burg ist mit einer Fläche von rund 70.000 Quadratmetern die größte geschlossene Burganlage der Welt, ein Eintrag, den Guinness World Records bestätigt (Guinness World Records). Sie thront auf dem Hradschin über der Stadt und beherbergt den Veitsdom, den Königspalast und das Goldene Gässchen (prag-aktuell.cz – Burganlagen-Komplex). Der Eintritt in den Burghof ist frei; für die Innenräume gibt es kombinierte Tickets ab 250 CZK.
Altstädter Ring mit Astronomischer Uhr
Der Altstädter Ring ist das historische Herz der Stadt. Am Rathaus thront die Astronomische Uhr (Orloj), die laut Aufzeichnungen seit 1410 in Betrieb ist und damit als älteste funktionierende astronomische Uhr der Welt gilt. Jede volle Stunde strömen Dutzende Besucher zusammen, um das Figurenspiel zu sehen – ein Spektakel, das man einmal gesehen haben sollte, das aber auch schnell überlaufen wirkt (prag-aktuell.cz – Orloj-Beschreibung).
Jüdisches Viertel Josefov
Josefov ist das einzige historisch erhaltene jüdische Viertel der Stadt und umfasst mehrere Synagogen, den Alten Jüdischen Friedhof und das Jüdische Museum. Der Eintritt für die kombinierte Besichtigung liegt bei etwa 350 CZK. Das Viertel liegt direkt nördlich des Altstädter Rings und ist fußläufig in wenigen Minuten erreichbar (Prag Sehenswürdigkeiten Online – Viertelbeschreibung).
Vyšehrad
Die Festung Vyšehrad südlich des Zentrums bietet einen ruhigeren Blick auf die Moldau und die Altstadt als die Burg – und deutlich weniger Gedränge. Der Eintritt auf das Gelände ist frei; die Backsteingotik der Basilika St. Peter und Paul und der alte Friedhof tschechischer Persönlichkeiten machen den Ort zu einem stillen Kontrapunkt zum Trubel der Altstadt.
Das Muster dieser fünf Sehenswürdigkeiten: Je früher am Tag man sie besucht, desto mehr bleibt von der Magie übrig. Die Karlsbrücke und der Altstädter Ring sind zwischen 10 und 16 Uhr so voll, dass die Architektur kaum zur Geltung kommt. Vyšehrad dagegen ist selbst mittags fast leer.
Was sind die 10 schlimmsten Touristenfallen in Prag?
Fallen rund ums Geld: Wechselstuben, Taxis, Geldautomaten
- Wechselstuben mit versteckten Gebühren statt der beworbenen 0 Prozent sind eine der häufigsten Fallen. Statt des ausgeschilderten Kurses zahlen Besucher oft 20 bis 30 Prozent drauf (Reisezeit Online – Wechselstuben-Warnung).
- Taxis ohne Festpreis verlangen nach der Fahrt häufig ein Vielfaches des normalen Tarifs. Eine kurze Fahrt innerhalb der Altstadt kann so schnell 400 CZK statt 100 CZK kosten.
- Geldautomaten von Wechselstuben rechnen zu schlechten Kursen ab – die Gebühren werden im Kleingedruckten versteckt.
Fallen beim Essen: doppelte Speisekarten, Trdelník, Restaurants am Ring
- Restaurants mit doppelter Speisekarte – eine Version für Touristen, eine für Einheimische – sind vor allem am Altstädter Ring und in der direkten Umgebung der Karlsbrücke dokumentiert (prag-besuchen.de – Touristenfallen-Liste).
- Lokale direkt am Altstädter Ring verlangen überhöhte Preise für durchschnittliches Essen. Ein Gulasch kostet dort oft 350 CZK, während man in der Nebenstraße für 150 CZK ein besseres bekommt.
- Souvenirläden an der Karlsbrücke verkaufen Massenware zu stark erhöhten Preisen – ein Magnet in Prag-Form für 200 CZK, der in jedem anderen Laden 50 CZK kostet.
- Der Trdelník wird als tschechische Spezialität angepriesen, ist aber kein tschechisches Traditionsgebäck. Die Stände an jeder Ecke verkaufen das süße Gebäck für 80–150 CZK – ein modernes Touristenprodukt, das in den 1990er-Jahren aufkam.
Fallen bei Tickets und Touren: Burg-Tickets, Bootstouren, Hop-on-hop-off-Busse, Stadtführer
- Hop-on-hop-off-Busse kosten deutlich mehr als das ÖPNV-Ticket und stehen oft im Stau. Ein Tagesticket kostet etwa 600 CZK, während ein 24-Stunden-ÖPNV-Ticket bei 120 CZK liegt.
- Falsche offizielle Führer bieten an der Prager Burg Touren ohne echte Lizenz an – zu überhöhten Preisen und oft mit falschen Informationen.
- Bootstouren mit Abendessen locken mit romantischem Blick, bieten aber mittelmäßiges Essen zu Premiumpreisen. Die eigentliche Attraktion ist die Fahrt auf der Moldau, die man auch für 250 CZK ohne Abendessen haben kann.
Das süße Gebäck wird als „tschechische Spezialität” vermarktet, ist aber ein reines Touristenprodukt aus den 1990ern. Wer authentisch essen will, greift zu Knedlíky, Svíčková – nur nicht zu Trdelník.
Die Konsequenz: Wer diese zehn Fallen kennt, spart pro Tag leicht 500 bis 1000 CZK – und ärgert sich nicht über das Gefühl, abgezockt worden zu sein.
Welcher Stadtteil in Prag ist der beste?
Eine Frage, die sich nicht pauschal beantworten lässt – aber mit einer klaren Entscheidungsmatrix. Vier Stadtteile, vier Profile, ein Muster:
| Stadtteil | Atmosphäre | Touristenaufkommen | Preisniveau | Ideal für |
|---|---|---|---|---|
| Altstadt (Staré Město) | historisch, belebt, kopfsteingepflastert | sehr hoch | hoch | Erstbesucher, die alles zu Fuß erreichen wollen |
| Kleinseite (Malá Strana) | barock, romantisch, ruhiger | mittel | mittel–hoch | Paare, Fotografen, Spaziergänger |
| Vinohrady | lokal, hip, grün, viele Cafés | niedrig | mittel | Reisende, die wie Einheimische leben wollen |
| Neustadt (Nové Město) | urban, Einkaufszone, Verkehrsknoten | hoch | mittel | Shopper, Bahnreisende, Nachtschwärmer |
Die zwei zentralen Stadtteile Altstadt und Kleinseite sind fußläufig miteinander verbunden und enthalten die meisten Sehenswürdigkeiten. Wer die Ruhe sucht, weicht nach Vinohrady oder Žižkov aus – beide Viertel sind mit der Metro in 5 bis 10 Minuten am Wenzelsplatz und bieten deutlich günstigere Preise bei Unterkunft und Verpflegung (prag.de – Stadtteilbeschreibung).
Die Entscheidung: Altstadt für das volle touristische Erlebnis, Kleinseite für Romantik, Vinohrady für Authentizität. Wer beides will – zentral wohnen, abends in lokale Viertel ausweichen – ist mit der Neustadt oder einer Unterkunft nahe der Metro-Station Náměstí Republiky gut beraten.
Wo sollte man in Prag als Tourist wohnen?
Zentral: Altstadt und Neustadt
Wer alles zu Fuß erreichen will, wohnt in der Altstadt oder Neustadt, zahlt dort aber höhere Preise. Ein Doppelzimmer in der Altstadt kostet in der Hauptsaison selten unter 100 Euro pro Nacht. Die direkte Nähe zu Karlsbrücke, Altstädter Ring und Wenzelsplatz spart Zeit, bedeutet aber auch Lärm bis spät in die Nacht (prag.de – Wohngegenden).
Ruhig und gut angebunden: Vinohrady, Karlín, Holešovice
Vinohrady ist mit der Metro in 5 bis 10 Minuten am Wenzelsplatz und günstiger als die Altstadt. Ein Doppelzimmer kostet hier meist 70–90 Euro. Karlín und Holešovice sind ähnlich gut angebunden und bieten Szene-Cafés und Biergärten ohne Touristenaufschlag (Love Czechia – Stadtteile im Überblick).
Budget-Hotels und alternative Unterkünfte
Hostels in Prag sind europäischer Standard: Ein Bett im Schlafsaal kostet 15–25 Euro, ein privates Zimmer ab 50 Euro. Wer mit der Familie reist, mietet oft eine Ferienwohnung in Vinohrady oder Karlín für 80–120 Euro pro Nacht – das spart Restaurantkosten, weil man selbst kochen kann.
Anbindung mit Metro und Straßenbahn
Prag hat ein dichtes Netz aus Metro, Straßenbahn und Bus; Tickets gelten für alle Verkehrsmittel. Ein 30-Minuten-Ticket kostet 30 CZK, ein 24-Stunden-Ticket 120 CZK (DPP (Prager Verkehrsbetriebe) – Tarifübersicht). Die Metro fährt von 5 bis 24 Uhr, die Straßenbahn hat Nachtlinien. Wer nicht direkt im Zentrum wohnt, ist mit der Metro meist schneller am Ziel, als ein Auto durch die engen Gassen der Altstadt zu manövrieren.
Der Kompromiss: Vinohrady oder Karlín bieten die beste Balance aus Preis, Ruhe und Erreichbarkeit. Die Altstadt ist das Erlebnis, aber kein Ort zum Schlafen, wenn man nachts Ruhe braucht.
Ist Prag teuer oder billig?
Preisniveau im Vergleich zu Deutschland und Österreich
Prag ist im Vergleich zu München, Wien oder Berlin günstiger – aber nicht mehr so billig wie vor zehn Jahren. Ein Abendessen mit Getränken kostet in einem guten Restaurant in Vinohrady etwa 400–600 CZK (16–24 Euro), in der Altstadt schnell das Doppelte. Die größten Preissprünge gibt es bei Unterkünften, die sich in der Hauptsaison europäischen Großstadtpreisen annähern (prag-aktuell.cz – Kostenübersicht).
Kosten für Essen, Bier und Kaffee
- Bier (0,5 l) in einer typischen Kneipe: meist 2–3 Euro (50–75 CZK).
- Kaffee (Cappuccino): 60–90 CZK in einem normalen Café, 120 CZK in Touristenlage.
- Mittagessen (Svíčková, Knedlíky): 150–250 CZK in einem Lokal abseits des Rings.
Eintrittspreise der wichtigsten Sehenswürdigkeiten
- Prager Burg – kombinierte Eintrittskarte (Circuit A/B): 250–350 CZK.
- Astronomische Uhr – Turmaufstieg: 250 CZK.
- Jüdisches Museum (Josefov): 350 CZK.
- Vyšehrad – Basilika: 50 CZK, Gelände frei.
Wie viel Geld braucht man für 3 Tage Prag?
Ein realistisches Budget für 3 Tage Prag liegt pro Person ohne Anreise bei etwa 250–400 Euro inklusive Unterkunft, Verpflegung und Eintritten (prag-aktuell.cz – Budgetrechnung).
Unterkunft (3 Nächte in Vinohrady): 210–270 Euro · Verpflegung (3 Tage à 15–25 Euro): 45–75 Euro · Eintritte und ÖPNV: 30–50 Euro. Summe: 285–395 Euro. In der Altstadt steigt der Posten Unterkunft auf 300–450 Euro – der Unterschied macht bis zu 150 Euro aus.
Die Preisschere zwischen Altstadt und Wohnvierteln ist der entscheidende Faktor. Wer in Vinohrady isst und schläft, spart pro Tag 30–50 Euro gegenüber dem direkten Umfeld des Altstädter Rings – bei gleicher oder besserer Qualität.
Auf was muss man in Prag aufpassen?
Welche Gegenden sollte man in Prag vermeiden?
Rund um den Hauptbahnhof und am späten Abend im Bereich des Wenzelsplatzes ist erhöhte Vorsicht angebracht. Der Wenzelsplatz wird in mehreren Reiseführern als stark frequentierter Bereich mit touristischem Verkehr beschrieben, in dem Taschendiebe und unseriöse Taxifahrer aktiv sind (prag.de – Sicherheitshinweise). Das bedeutet nicht, dass man diese Gegenden meiden muss – aber nachts sollte man nicht mit offenem Rucksack und teurem Telefon in der Hand durch die Straßen laufen.
Taschendiebstahl an der Karlsbrücke und am Wenzelsplatz
Taschendiebe arbeiten vor allem an der Karlsbrücke, am Altstädter Ring und in vollen Straßenbahnen. Die Polizei registriert dort saisonal erhöhte Fallzahlen. Wertsachen in der verschlossenen Innentasche, den Rucksack vor dem Bauch tragen und keine teuren Kameras ungesichert umhängen – das sind die einfachsten Gegenmaßnahmen (prag-aktuell.cz – Sicherheitstipps).
Geldwechsel: Sichere Anbieter und Wechselkurse
Große Wechselstuben mit Transparenzpflicht oder das Abheben an Bankautomaten sind sicherer als improvisierte Stände. Die Wechselstuben der tschechischen Großbanken (ČSOB, KB, Česká spořitelna) geben faire Kurse, ebenso die Wechselstuben mit dem Gütesiegel „Wechselstube mit Transparenzpflicht” der Tschechischen Nationalbank. Wer am Automaten abhebt, sollte den angebotenen Wechselkurs des Automatenbetreibers ablehnen und sich in CZK belasten lassen – das spart bis zu 10 Prozent Gebühren (Reisezeit Online – Wechselkurs-Tipps).
Taxi-Apps und öffentliche Verkehrsmittel als sichere Alternative
Offizielle Taxis tragen ein Dachschild mit der Aufschrift TAXI; besser bucht man über Apps wie Liftago, Bolt oder Uber. Liftago ist der lokale Marktführer und zeigt den Festpreis vor der Fahrt an. Die Fahrt vom Flughafen ins Zentrum kostet per App 400–600 CZK, während ein Taxi ohne App schnell 1000 CZK verlangt (prag-besuchen.de – Taxi-Alternativen).
Der Grundsatz: Alle Sicherheitsmaßnahmen in Prag sind gesunder Menschenverstand – keine der Fallen ist gefährlich, aber alle sind teuer oder nervig. Wer sie kennt, hat einen entspannteren Aufenthalt.
Ein Taxi vom Flughafen ins Zentrum per App (Liftago, Bolt) kostet 400–600 CZK. Ohne App, auf der Straße herangewunken, sind es schnell 1000 CZK oder mehr. Der Unterschied: 10 Minuten im App-Store.
Upsides
- Günstiges Bier und gutes Essen abseits der Touristenpfade
- Hervorragendes ÖPNV-Netz: 24-Stunden-Ticket für 120 CZK
- Viele Sehenswürdigkeiten sind fußläufig erreichbar
- Vinohrady und Žižkov bieten authentisches Stadtleben ohne Touristenaufschlag
- Kulturelle Dichte auf engem Raum – von Barock bis Kubismus
Downsides
- Altstadt und Karlsbrücke sind oft überlaufen (10–16 Uhr)
- Touristenfallen am Altstädter Ring und Wenzelsplatz
- Wechselstuben mit versteckten Gebühren weit verbreitet
- Unterkunftspreise in der Altstadt in der Hauptsaison hoch
- Taxi ohne App ist ein Risiko – bis zu 1000 CZK für Kurzstrecken
Bestätigte Fakten
- Die Astronomische Uhr am Altstädter Rathaus wurde 1410 eingebaut und ist die älteste funktionierende astronomische Uhr der Welt.
- Die Karlsbrücke wurde 1357 von Karl IV. grundgelegt.
- Das historische Zentrum von Prag wurde 1992 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
Was unklar ist
- Das genaue Gründungsdatum der Prager Burg ist nicht eindeutig belegt; erste schriftliche Erwähnungen stammen aus dem 9. Jahrhundert.
- Die Bierpreise schwanken stark je nach Lage; konkrete Kronen-Beträge in Touristenlagern weichen deutlich von Wohnvierteln ab.
- Ob der Trdelník ursprünglich ein tschechisches Gebäck ist, ist umstritten; der heutige Verkauf an Touristenorten ist ein modernes Phänomen.
- Die Prager Burg wird als größte geschlossene Burganlage der Welt bezeichnet, aber die Definition variiert je nach Quelle (Guinness World Records).
„Die Prager Burg ist nach Guinness World Records die größte geschlossene Burganlage der Welt – mit einer Fläche von rund 70.000 Quadratmetern.”
Guinness World Records – offizieller Rekord-Eintrag
„Das historische Zentrum von Prag wurde 1992 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen – als Gesamtkunstwerk aus gotischer, barocker und Renaissance-Architektur.”
UNESCO – Welterbe-Begründung
„Prag lässt dich nicht los. Dieses Städtchen hat Krallen.”
Franz Kafka – literarischer Prag-Bezug
3-Tage-Plan: So holst du das Beste aus Prag
Tag 1: Altstadt, Karlsbrücke und Prager Burg
- 8:00 Uhr – Karlsbrücke fast leer erleben, dann Frühstück in der Kleinseite.
- 9:30 Uhr – Prager Burg und Hradschin: Veitsdom, Königspalast, Goldenes Gässchen (kombiniertes Ticket: 250–350 CZK).
- 13:00 Uhr – Mittagessen in einem Lokal in der Kleinseite, nicht am Altstädter Ring.
- 15:00 Uhr – Altstädter Ring mit Astronomischer Uhr (Turmaufstieg: 250 CZK).
- 18:00 Uhr – Abendessen in Vinohrady, dann Bier im Biergarten Riegrovy sady (Aussicht auf die Burg).
Tag 2: Jüdisches Viertel, Vyšehrad und Kleinseite
- 9:00 Uhr – Jüdisches Viertel Josefov: Synagogen und Alter Friedhof (kombiniertes Ticket: 350 CZK).
- 12:00 Uhr – Vyšehrad: Gelände frei, Basilika 50 CZK.
- 14:00 Uhr – Mittagessen in der Neustadt (Wenzelsplatz-Nähe, aber eine Straße seitlich).
- 16:00 Uhr – Bummeln durch die Kleinseite: barocke Paläste, John-Lennon-Mauer, Kampa-Insel.
- 20:00 Uhr – Abend in Žižkov: Bars, Kneipen, alternative Szene.
Tag 3: Aussichten, Parks und lokale Viertel
- 9:00 Uhr – Aufstieg zum Fernsehturm Žižkov (Aussichtsplattform: 250 CZK) oder zur Aussichtsplattform auf dem Altstädter Rathaus.
- 11:00 Uhr – Spaziergang durch den Letná-Park (Biergarten, Blick auf die Altstadt).
- 13:00 Uhr – Mittagessen in Holešovice (Kunsthalle DOX, Flohmärkte am Wochenende).
- 15:00 Uhr – Nachmittag im Café Louvre (klassisches Prager Kaffeehaus seit 1902).
- 18:00 Uhr – Letztes Abendessen in Karlín, dann Absacker in einer lokalen Pivnice.
Der Plan ist so gebaut, dass jeder Tag einen Mix aus Top-Sehenswürdigkeit und lokalem Viertel bietet – keine reine Sightseeing-Springtour, sondern ein Rhythmus aus Entdecken und Verweilen.
pragvisit.com, travellingcarola.com, prag-to-go.com, viewfromprague.com, sigma-mann.de, yondli.com
Häufig gestellte Fragen
Was sind Geheimtipps für Prag?
Der Vyšehrad mit seiner Aussicht, der Biergarten im Riegrovy sady, das Café Louvre für Kaffeehaus-Flair und die Flohmärkte in Holešovice am Wochenende. Wer das authentische Prag sucht, meidet den Altstädter Ring nach 10 Uhr und geht stattdessen in die Seitenstraßen der Neustadt oder nach Vinohrady.
Welche Geheimtipps gibt es für das Shopping in Prag?
Die Straßen rund um den Wenzelsplatz (Na Příkopě) bieten internationale Marken, aber lokale Läden findet man in Vinohrady (Korunní) und in der Kleinseite (Mostecká). Flohmärkte in Holešovice (am Wochenende) und der Markt auf dem Havelské Tržiště sind preiswerter als Souvenirläden.
Wie viele Tage sollte man für Prag einplanen?
Zwei Tage reichen für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten, drei Tage ermöglichen einen entspannten Rhythmus mit Ausflügen in die Wohnviertel. Wer auch das Umland (Kutná Hora, Karlštejn) sehen will, braucht vier bis fünf Tage.
Wo bekommt man in Prag die schönste Aussicht?
Der Turm des Altstädter Rathauses (250 CZK) und der Fernsehturm Žižkov (250 CZK) bieten die besten Panoramen. Kostenlos ist der Blick vom Riegrovy sady-Biergarten über die Altstadt oder vom Letná-Park.
Was sollte man in Prag auf jeden Fall essen?
Svíčková na smetaně (Rinderlende in Sahnesoße), Knedlíky (böhmische Knödel), Trdelník (nur als süßer Snack, nicht als Traditionsgericht) und lokales Bier (Pilsner Urquell, Kozel, Bernard). Die besten Restaurants findet man abseits des Altstädter Rings in Vinohrady oder Žižkov.
Wie kommt man vom Flughafen Prag in die Innenstadt?
Der Bus 119 fährt zum U-Bahnhof Nádraží Veleslavín (30 CZK, 20 Minuten), der Airport Express (AE) fährt direkt zum Hauptbahnhof (100 CZK, 35 Minuten). Ein Taxi per App (Liftago, Bolt) kostet 400–600 CZK.
Sind die öffentlichen Verkehrsmittel in Prag sicher?
Ja, die Metro, Straßenbahnen und Busse gelten als sicher. Wie in jeder Großstadt sollte man nachts auf Wertsachten achten, besonders in vollen Zügen und an den Stationen Hauptbahnhof und Wenzelsplatz.
Für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Prag zum ersten Mal besuchen, ist die Entscheidung klar: Wer sich vorab über die Stadtteile informiert, die Fallen kennt und sein Budget realistisch plant, wird Prag als das erleben, was es ist – eine der schönsten europäischen Hauptstädte, die aber nur dann ihr volles Potenzial entfaltet, wenn man weiß, wo man hingehen und wo man bleiben sollte.